Berichte und Bilder

Transalp 2017: Jahreslosung im August oder „ein neues Herz für die Radtour“

Eigentlich sah es so aus, als ob im Jahr 2016 die
letzte Radtour des Jugendwerks stattfi nden sollte.
Aber eine kleine Gruppe an unbeugsamen Mitarbeitern
leistete Widerstand und wollte sie auch
2017 durchführen. Dafür brauchten sie viel Herz,
denn Vieles war neu. Mit 13 Teilnehmern ging es
von Wertach im Allgäu nach Bozen.
• neuer Termin: Die Tour 2017 fand in der dritten
Ferienwoche und nicht wie schon traditionell in
der ersten statt.
• neue Betreuer: Drei „alte Hasen“
und zwei neue bildeten das Team
auf der Tour.
• neue Rezepte: Statt der imponierenden
Wanne voller Kartoff elsalat
gab es der Einfachheit halber
Bratkartoff eln. Und die „vegetarische“
Reispfanne wurde mit viel
Huhn angereichert, denn es war
eine Menge Fleisch vom Predigtplatz
übrig geblieben, das irgendwie
verarbeitet werden musste.
• neues Rad: Als am zweiten Tag ein Rad so defekt
war, dass eine Reparatur vor Ort unmöglich war,
kaufte sich der Teilnehmer, mit Einverständnis
der Eltern!, gleich ein neues.
Trotz aller Neuerungen hatten das Team und die
Teilnehmer ihren Spaß, wie unser Bericht zeigt:
Das Allgäu und der Plansee zeigten sich bei Tag und
Nacht verregnet. Weiter ging es über den Fernpass
zum Fernsteinsee, in den nächsten beiden Tagen
dann weiter das Inntal hinauf bis ins schweizerische
Scoul. Gefahren wurde in zwei unterschiedlich
schnellen Gruppen. Je weiter wir uns entlang der leicht steigenden Strecke dem Hauptort des Unterengardins näherten, desto besser und wärmer wurde das Wetter und abenteuerlicher die Landschaft und Berge, sodass wir bei der Überquerung des Alpenhauptkammes über den Costainaspass am Dienstag bestes Sommerwetter bei angenehmen Temperaturen hatten. So konnten alle bei der anstrengenden Steigung die tolle Landschaft bestens genießen und oben auf dem 2250m über NN gelegenen Pass ein paar Beweis- und Erinnerungsfotos zu machen, bevor es dann über eine tolle Abfahrt hinunter ins Etschtal ging.
Obwohl dies der anstrengste Tag mit den meisten Höhenmetern war, hat diese Königsetappe über den Alpenhauptkamm uns allen am besten gefallen. Dem schloss sich dann in Prad am Stilfserjoch ein Ruhetag an, den die Meisten bei guter italienischer Pizza faul auf dem Campingplatz oder im Freibad verbrachten, während die Elite ein paar extra Höhenmeter hinauf aufs Stilfserjoch machte.
Am letzten Tag ging es dann relativ zügig das Etschtal hinunter, bis wir dann das Ziel Tisens bei Bozen erreichten. Von hier aus ging es dann am nächsten Tag mit dem Bus nach Bozen und von dort nach einem längerem Aufenthalt, der nochmal zum Pizza- und Eis Essen genutzt werden konnte, mit dem Zug wieder heimwärts. Es bleibt die Erinnerung an eine tolle Tour mit vielen schönen Momenten. Dank einer netten Gruppe mit tollem Betreuerteam wurde es nie langweilig, es gab immer viel zu lachen und zu reden. So kam auch der ein oder Andere den ein oder anderen anstrengende Berg viel leichter hoch, ebenso wie auf diesem Weg das ein oder andere bisschen fehlende Motivation noch so manchem zu Gute kam oder sich so mancher Spüldienst schnell zur amüsanten Schaumschlacht verwandelte.

Uns Teilnehmern hat die Tour sehr großen Spaß gemacht und wir möchten nun nochmals auf diesem Wege den mitfahrenden Betreuern und allen anderen an der Tour Beteiligten ein riesiges DANKE sagen!

Tom Ruhnke und Claudia Baumgartner