Die Brenzkirche

im christlichen Glauben gemeinsam unterwegs

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Paul-Reusch-Straße 3, D-71263 Weil der Stadt; Fon 07033-7726; mail@brenzkirche.de. Bankverbindung: KSK Böblingen, Konto 4190301, BLZ 60350130
   

Die Brenzkirche

120 Jahre Brenzkirche - 12 x 12 Minuten Brenzkirchengeschichte und "Dekademusik"

1889 wurde die Weil der Städter Brenzkirche erbaut – im Jahr 2009 nimmt die Brenzkirchengemeinde das zum Anlass, sich einmal pro Monat mit einem Element der Kirche und ihrer Geschichte zu beschäftigen. Im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst wird am 18. Januar die Reihe mit dem Littmannschen Kreuz und der Vorgeschichte eröffnet, am 15. Februar geht es um die Architektur und die Renovierung 1977. Am 8. März steht das „Gesicht“ der Kirche zur Paul-Reusch-Straße hin im Mittelpunkt. Ab dem 19. April geht es dann um das Innere der Kirche, zunächst das Chorfenster, am 17. Mai dann die Brenzbüste, am 14. Juni die Umgestaltung des Altars. Die vier Evangelistenbilder werden Thema am 19. Juli sein und die Orgel am 16. August, während es am 20. September um den Ambo und am 18. Oktober um den Osterkerzenleuchter geht. Die Kirchenglocken kommen am 15. November zur Geltung und zum Abschluss am 6. Dezember geht es um die Arche Noah sowie die Weihnachtskrippe aus Peru.

Organistin Christa Zeyher wird ebenfalls durch die zwölf Monate des Jahres hindurch jeweils ein Orgelwerk aus einer der zwölf Dekaden der Kirchengeschichte spielen, sodass im Lauf des Jahres auch die Entwicklung der Orgelmusik hörbar wird.

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Übersicht zu dieser Seite/Informationen zur Brenzkirche

Weil der Stadt und Johannes Brenz

Architektur

Brenzbüste

Chorfenster

Altarraum

Osterkerzenständer

Evangelistenbilder

Retablo "Arche Noah"

Ambo/Lesepult

Christusfigur

Portal

Weihnachten in der Brenzkirche

Die Geschichte der Brenz-Kirche in Weil der Stadt

 

Der Weil der Städter und spätere Reformator Johannes Brenz

Die Reformation führte auch in der Reichsstadt Weil zu einem Aufbruch. Johannes Brenz, zu dessen Gedächtnis diese Kirche benannt ist, wurde hier 1499 geboren. Sein Vater war hier über lange Zeit Schultheiß.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Brenzhaus

1518 begegnete Brenz zum ersten Mal Martin Luther. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein reger Briefwechsel zwischen den beiden. Brenz begann bald, reformatorisch zu predigen und führte dann in Schwäbisch Hall die Reforma­tion ein. Seine Bedeutung für das ganze evangelische Württemberg kann nicht hoch genug eingeschätzt werden - bis heute ist sein Katechismus in Gebrauch; er sorgte für Schulunterricht für Jungen und Mädchen und prägte die Struktur der Landeskirche. 

Weil hatte lange Zeit zahlreiche evangelische Anhänger, deren Situation aber im Zuge der Gegenreformation aussichtslos geworden war. Vom 30-jährigen Krieg bis zum Ende der Freien Reichsstadt Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in dieser Stadt dann praktisch keine Evangelischen mehr.

Erst mit der Zugehörigkeit zum württembergischen Staat, und vor allem seit dem Beginn des Baus der Eisenbahnlinie in den Schwarzwald, bildete sich zunächst eine kleine evangelische Gemeinde, ab 1887 mit einer eigenen Pfarrstelle. Mit der Erstellung der Johannes-Brenz-Kirche 1889 ging ein großer Wunsch in Erfüllung.

Ohne die Sammlung des Gustav-Adolf-Vereins in ganz Deutschland wäre dies nicht so schnell möglich geworden. Spenden kamen auch aus der ,,Privatschatulle“ des württembergischen Königs und von vielen Leuten aus nah und fern. 82.000 Mark kostete damals das Gotteshaus; 1.463,20 Mark der Bauplatz, der vom katholischen Stiftungsrat erworben werden konnte.

Heute hat unsere Evangelische Kirchengemeinde etwa 3.000 Gemeindeglieder und ein reges Gemeindeleben mit zahlreichen Chören und Gemeinde-Gruppen.

Kirchenbau und Ausstattung

Entwurf von Prof. Reinhardt

Professor Reinhardt vom Stuttgarter Polytechnikum, seinerzeit einer der bedeutenden Architekten Württembergs, plante und baute die Kirche im neugotischen Stil. Als sakrales Gesamtwerk des Historismus stellt sie heute eines der wenigen weithin original erhaltenen Bauzeugnisse des ausgehenden 19. Jahrhunderts dar, das inzwischen unter Denkmalschutz steht.

Nach Grundriß und Raumaufteilung, der Anordnung von Kanzel, Altar und Taufstein, mit ihren Säulen, Spitzbögen, Maßwerken und Rosetten scheint die Brenzkirche aus einem Musterbuch gotischer Stilformen zusammengesetzt. 

Ornamente an Kanzel und Kanzeldeckel sowie am Altar, auch am Tympanon über dem Kirchenportal zeigen - wie die Vasen- und Rankenmalerei an den Wandflächen - dagegen deutliche Zeichen eines Übergangs zum Jugendstil.

Der Erntedankaltar

Erntedank 2008

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Grundriss der Brenzkirche

Längs- und Querschnitt

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Die Brenzbüste

Besonders auffällig ist die an der linken Chorseite aufgestellte Bronzebüste des Reformators Johannes Brenz, eine erste öffentliche Auftragsarbeit von Karl Donndorf. Sie wurde der Kirche zur Einweihung gestiftet. Ihr zunächst vorgesehener Platz im Vorraum erschiene uns heute wohl angemessener.

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Chorfenster

Die ursprünglichen Glasfenster sind durch Kriegseinwirkung verloren gegangen. Das Chorfenster mit Szenen und Symbolen der Leidensgeschichte Jesu und dem auferstandenen Christus in der zentralen Rosette stammt aus der Stuttgarter Werkstatt von Adolf Saile und wurde Ende der 50er Jahre eingesetzt.

Das Chorfenster zeigt Szenen aus der Passionsgeschichte Jesu.

Die krönende Rosette zeigt Christus mit segnender Hand als Weltenherrscher, umrahmt von den zwölf Toren der Johannesoffenbarung.

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Einzelne Elemente - Ränder des Chorfensters

An den Seiten des Chorfensters sind auf grünem Grund einzelne Elemente und Symbole der Passionsgeschichte abgebildet: 

Links von unten - das Geld für den Verrat, darüber das Schwert, dann Nägel, Leiter und Essigschwamm, oben die sich verdunkelnde Sonne, Mond und Sterne;

Rechts von unten nach oben: Der Hahn, welcher beim dreimaligen Verrat des Petrus kräht; der Kelch mit dem "Unschuldswasser", in dem Pilatus seine Hände wäscht; der Marterpfahl; der zerrissene Tempelvorhang.

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Passionsdarstellungen

Beginnend mit der Abendmahlsszene unten wird der Verrat und die Verhaftung Jesu gezeigt, das Verhör vor Pilatus, der Weg zum Kreuz, die Kreuzigung und die Auferstehung.

Rechts und links außen sind einzelne Gegenstände zu sehen, die mit Jesu Leidensweg zusammenhängen.

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Der Altarraum

Umgestalteter Altaraufbau, Altarkreuz und Bibelauflage

Holzbildhauer Eberhard Rieber gestaltete ideenreich und liebevoll das hoffnungsstarke Altarkreuz, das im Gekreuzigten schon die Auferstehung andeutet. Auf der Rückseite der Auflage für die Altarbibel sind zwei Engel eingearbeitet, die ihre Flügel um die Bibelauflage legen.

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Osterkerzenständer aus Ruanda

Als Gegenüber zum Taufstein ist in der Brenz-Kirche ein großer Kerzenständer für die Osterkerze zu sehen, eine Schnitzarbeit eines ruandischen Künstlers, die wenige Wochen vor dem schrecklichen Bürgerkrieg im Frühjahr 1994 in die Brenzkirche gekommen ist. Auf ihm finden sich eindrucksvolle Szenen aus dem Leben Jesu.

Auffällig für "weiße" Augen ist, mit welcher Selbstverständlichkeit der Künstler die Geschichte Jesu in seinen afrikanischen Kontext überträgt. Auch das Zimmererhandwerk wird an die ruandischen Verhältnisse angepasst, ebenso natürlich Gesichter, Frisuren, Arbeits- und Lebensweisen, Tiere und Pflanzen.

Ob es eine Familienszene beim Essen ist, das Stampfen von Getreide, Pfeife rauchen - auch das Gleichnis vom barmherzigen Samariter findet hier ebenso seine Übertragung in das ruandische Leben.

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Evangelistenbilder

Von den Evangelistenbildern neben den Querschiff-Emporen stammen die chorseitigen Wandbilder des Matthäus und des Johannes im Nazarener-Stil von Professor Kolb von der Stuttgarter Kunstakadamie.

Die Tafeln mit der Darstellung des Markus und des Lukas wurden 1910/11von der akade­mischen Malerin Sophie Schneider geschaffen, da die ursprünglichen Wandbilder durch eindringende Nässe zerstört worden waren.

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Das Retablo "Arche Noah"

Seit 1999 ziert die Rückseite der Kirche ein Retablo (ein Altaraufsatz mit Flügeltüren) aus Südamerika mit einer farben- und formenprächtigen Darstellung der Arche Noah.

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Ambo (Lesepult)

Im Jahr 2004 wurde nach intensiver Diskussion im Kirchengemeinderat ein Ambo (Lesepult) von Holzbildhauer Eberhard Rieber angefertigt für die Schriftlesungen im Gottesdienst. Dieser Ambo ist geprägt vom Ölbaumgleichnis des Apostels Paulus, der im Römerbrief (Kap. 9 - 11) die christliche Gemeinde daran erinnert, dass sie nur eingepropft sei in den Stamm des Ölbaumes Israel. Immer noch geht Gott mit seinem erwählten Volk und bleibt seiner Verheißung treu:

"Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich. Nun sprichst du: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde. Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich! Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er dich doch wohl auch nicht verschonen. Darum sieh die Güte und den Ernst Gottes: den Ernst gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du bei seiner Güte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden. Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott kann sie wieder einpfropfen. Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur wild war, abgehauen und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wie viel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum." (Röm 11, 17 - 24)

 

 

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Christusfigur, Gedenkstein, Eingangsportal

An der Südwestecke der Kirche, zum Pfarrhaus und zum Kindergarten hin, ist eine Christusfigur zu sehen. Die rechte Hand hält Christus segnend empor, in der linken ruht die Weltkugel.

An der Ostseite ist ein Gedenkstein in die Kirchenwand eingelassen, der an die Grundlage des evangelischen Gottesdienstes erinnert und an den Grund des Glaubens: "Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren." (Lukasevangelium Kapitel 11, 28)

 

Eingangsportal und Tympanon

Das Eingangsportal wird auf beiden Seiten von Fenstern umrahmt. Die dreieckigen Tympani über Eingangstür und begleitenden Fenstern begrüßen die KirchenbesucherInnen; der Eingang und Übergang von der stark befahrenen B 295/Paul-Reusch-Straße in den Kirchenraum wird durch die stark beschlagene Eichentür und die einrahmende Steinmetzkunst betont.

Trotz der Schwere der Materalien Eisen und Eiche wirkt das Portal leicht. Schmale Fenster, Säulen, Tür - alles weist nach oben. 

Das Tympanon schlägt mit dem Motiv des Brunnnens einen Bogen zum Taufstein in der Kirche, während die Pflanzen- und Blütenmotive hier außen schon etwas von dem zeigen, was in der Kirche die Wände, Kapitelle, Kanzel und Altar schmückt.

Wie der Taufstein achteckig gestaltet ist, um mit der Zahl "acht" den neuen Tag, den Tag der Auferstehung als "Tag des Herrn" zu bezeichnen, so sind es im Bogen unterhalb des Typanon-Dreiecks jeweils acht Knospen rechts und links, die sich um das dreifach gegliederte Innere ranken.

Hier sind Blüten und Früchte zu sehen - Symbole für blühendes Leben, das Früchte trägt. Vögel trinken aus dem Brunnen: Ein Zeichen für das lebendige Wasser, das hier strömt, das in der Kirche und im Gottesdienst fließen möge! 

 

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1. Advent: Verkündigung an Maria
2. Advent: Besuch von Maria bei Elisabeth
3. Advent: Ankündigung der Volkszählung
4. Advent: Maria und Josef kommen in Bethlehem an
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Neujahr: Jesu "Darstellung" im Tempel (Namensgebung und Beschneidung)
Epiphanias: Die Weisen kommen zur Krippe
Ein elefantenreitender Astronom

Weihnachten in der Brenzkirche

Ein Weg durch die Advents- und Weihnachtszeit mit Egli-Figuren im Dezember 2011

Fr. Walz und Fr. Howoldt haben ab dem 1. Advent 2011 bis zum Epiphaniasfest am 6.01.2012 an verschiedenen Gottesdiensten Szene aus der Advents- und Weihnachtsgeschichte mit Egli-Figuren in der Kirche aufgestellt.

Am 1. Advent wurde die Verkündigung der Geburt Jesu dargestellt,

 

 

 

 

 

 


2. Advent war der Besuch von Maria bei Elisabeth zu sehen,

 

 

 

 

 

 


am 3. Advent, wie ein Soldat den Erlass zur Volkszählung verliest,

 

 

 

 

 

 


am 4. Advent kommen Maria und Josef in Bethlehem an und werden abgeweisen.

Während des Weihnachtsfestes war unsere Weihnachtskrippe aus Peru aufgestellt (siehe unten).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An Neujahr war die Szene zu sehen, wie Maria und Josef Jesus zur Namensgebung und Beschneidung in den Tempel bringen und Simeon seinen Lobgesang anstimmte.

 

 

 

 

 

 

 

Für Epiphanias wurde der komplette Raum hinter dem Altar ausgestaltet mit großen Kamelen als Reittieren für die Weisen, die aus dem Osten angereist kamen - ob damals auch ein Elefant als Reittier zum Einsatz kam?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Reiter auf dem Elefant wirkte jedenfalls sehr beeindruckend, erst recht mit seinem Fernrohr in der Hand.

 

Wenn Sie die Bilder größer ansehen wollen, klicken Sie einfach darauf.

 

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Weihnachtskrippe aus Peru

Pfr. Frank Morlock schenkte der Kirchengemeinde zum Abschied die schöne Weihnachtskrippe aus Peru. Seit einigen Jahren wird sie besser sichtbar und schön dekoriert unter der Kanzel präsentiert und ins richtige Licht gesetzt: ein Besuch der Kirche lohnt sich schon wegen dieser Krippe in den Tagen an und nach Weihnachten.

Der Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum kommt mit dem Schmuck von Strohsternen und Kerzen in der dunklen Kirche besonders schön zur Geltung. Herzlichen Dank dem Bastelkreis, der die neuen Sterne für Weihnachten 2010 gestaltet hat!

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