Konfirmandenarbeit/Konfirmation
Konfirmation ist das eigene „Ja“ zur Taufe. Die große Mehrzahl der Jugendlichen, die sich konfirmieren lassen, wurde bereits als kleines Kind getauft. Dabei haben Eltern und Paten stellvertretend für das Kind "ja" gesagt zur Taufe. Im Konfirmandenunterricht lernen die Jugendlichen die Kirchengemeinde etwas näher kennen, erfahren Grundlegendes zu den wichtigsten Inhalten des christlichen Glaubens. Und können sich mit ihren Fragen auseinandersetzen: Was kann der christliche Glaube – mein Glaube - für mich bedeuten? Wie kann ich mir Gott vorstellen?
In der Brenzkirchengemeinde Weil der Stadt beginnt die Konfirmandenzeit in kleinen Gruppen, die von Eltern geleitet werden. Das erleichtert den Einstieg für die Jugendlichen. Die Kleingruppen bieten auch den Leiterinnen (und vereinzelten Leitern) die Möglichkeit sich mit einem persönlichen Thema wie dem Beten oder den Aufgaben einer Kirchengemeinde zu beschäftigen. Spannend ist für die Eltern immer wieder die Arbeit mit den Jugendlichen und besonders die Erfahrung: Die Zusammenarbeit mit Jugendlichen kann gut gelingen und auch für einen selbst bereichernd sein.
Danach werden die Inhalte in zwei Großgruppen, beim Gemeindepraktikum und einem gemeinsamen Wochenende vertieft. In den letzten Monaten steht die Vorbereitung auf die Konfirmation im Mittelpunkt. Gemeinsam werden Themen für die Konfirmationsgottesdienste gesucht und bearbeitet, Bilder gemalt und Texte verfasst, manchmal auch ein eigenes Glaubensbekenntnis. Eine Band bildet sich, die im Konfirmationsgottesdienst mitwirkt.
Im Mittelpunkt steht nun das eigene Ja zur Taufe und zum christlichen Glauben. In der Taufe wird jedem von uns das Ja Gottes auf besondere Weise zugesprochen. Mit der Taufe wird man in die Kirche aufgenommen und gehört dazu. Konfirmation bedeutet nicht, wie manche meinen, dass man erst jetzt richtig dazugehört. Durch die Konfirmation können die konfirmierten Jugendliche nun auch selbst Pate oder Patin bei einer Taufe werden.
Natürlich ist die Konfirmation ein ganz besonderes Fest für die 13- oder 14Jährigen: An diesem Tag stehen sie im Mittelpunkt! In einer Lebensphase, in der sich viel verändert und manches unsicher geworden ist, hat die Konfirmation auch eine wichtige bestätigende Funktion, nicht nur im Blick auf das konfirmierende, bestätigende eigene Ja. Ihnen wird gezeigt, gesagt: Du bist auf einem guten Weg, begleitet von Gott, begleitet von deiner Familie und von Freunden.
Besonders schön ist es, dass sich viele Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihrer Konfirmation nicht aus der Gemeinde verabschieden, sondern weiter dranbleiben: Eine ganze Reihe der neu Konfirmierten ist auch in diesem Jahr wieder bereit zur Mitarbeit in Jungschar- oder Jugendgruppen.
Konfirmation am 3. April 2011
Konfirmation am 3. April 2011: |
Texte der Konfi-Gruppe: Warum wir beten
Bevor wir jetzt gemeinsam beten, möchte ich euch bitten uns zu sagen, was ihr über das Gebet denkt. - Wozu beten wir? Was bedeutet es für euch, dass wir beten können?
Pauline: Beten bedeutet für mich sich Gott anvertrauen. Ich kann Gott alle meine Sorgen sagen. Martin Luther hat gesagt: „Das Gebet ist ein Reden des Herzens mit Gott…“ Ich glaube, dass ich Gott von meinen Problemen erzählen kann - und dass ich danach von meinen Problemen frei bin.
Karol: Und wenn es Gott gar nicht gibt? Dann hat das doch gar keinen Sinn.
Lea: Also - ich vertraue Gott. Ich glaube, dass Gott existiert und dass er immer für mich da ist! Jesus hat uns Mut gegeben zu Gott zu beten. Er sagte: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“
Zaria: Ich bete, wenn ich Gott um etwas bitte, auch wenn ich um Verzeihung bitten will - oder wenn ich mich für etwas bedanken möchte. Ich bete auch dann, wenn es etwas Schwieriges gibt und ich mit niemandem darüber sprechen kann. Beten heißt für mich, dass es immer einen guten Zuhörer gibt, der mir auch hilft, wenn ich oder andere Hilfe brauchen.
Text zum Thema
Das Thema für unseren Konfirmationsgottesdienst heute stammt aus einem Lied von Michael Jackson, das ihr nach intensiver Diskussion ausgewählt hat. Was gefällt euch denn an diesem Lied, warum ist dieses Thema für euch so wichtig?
Laura: Dieses Lied passt von seinem Text her gut zur Konfirmation. Außerdem klingt es einfach gut. Das Lied spricht aus, dass es um die gesamte Menschheit geht und dass wir zu Gott gehören.
Nicole: Wir können gemeinsam viel bewirken, wir können helfen, ja: wir können die Welt verändern. Auch wenn wir uns alleine nicht stark genug fühlen, können wir doch zu anderen halten; wir werden unterstützt - und schließlich geht es ja um die Gemeinschaft auf der ganzen Welt!
Alexandra: Das drücken auch die vielen berühmten Sängerinnen und Sänger aus, indem sie gemeinsam singen: Es geht um die Gemeinsamkeiten aller Menschen. Wir haben zu dem Lied „We are the world“ ein Bild gemalt. Wir haben hier die Weltkugel dargestellt mit Menschen verschiedener Herkunft, die sich an den Händen halten und damit darstellen sollen, dass alle Menschen gleich viel Wert sind, egal, welche Hautfarbe sie haben.
Karol: Wir haben das Auge mit der Weltkugel innen drin gemalt um zu zeigen, dass alle Menschen gleichberechtigt sein sollten und niemand vernachlässigt werden sollte. Alle Menschen sollen eine Einheit sein und zusammenschmelzen. Deswegen haben wir es symbolisch als die Welt im Inneren eines Auges dargestellt.
… und wir hören nun einen Ausschnitt aus „We are theo world“.
Liedeinspielung
In diesem Lied wird betont, dass Vieles an uns liegt, dass wir eine Wahl haben, dass Gott uns gezeigt hat, wie wir handeln können. Es geht um eine Veränderung, hin zu einem besseren Leben. Wo wäre denn so ein Wechsel besonders wichtig?
Sarah: Ich meine, dass es nicht richtig ist, dass wir Strom durch Atomkraftwerke produzieren. Die Kraftwerke sind nicht sicher genug - und kein Mensch weiß, wohin mit dem Müll.
Ramona: Jesus hat mal gesagt: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ und ich glaube: das stimmt Es gibt viel zu viele Lügen. Meistens spürt man das. Man merkt: „Das ist eine Lüge.“ Lügen zerstören, was man hat, zum Beispiel in einer Freundschaft. Wer lügt, kann kein Vertrauen aufbauen. Auch, wenn es schwer fällt, sollte man die Wahrheit sagen.
Laura: Unser Bild stellt zwei Menschen dar, welche sich an den Händen halten. Die beiden Menschen sind unterschiedlicher Herkunft und reich wie arm. Durch ein Brot, welches beide in den Händen halten, werden sie gleichgestellt.
Chris: Ich habe mein Bild so gemalt, weil ich es einfach cool finde und weil mir wichtig ist, dass man nicht rassistisch ist - und dass Menschen mit verschiedenen Hautfarben gleichberechtigt sind. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, wie wir miteinander umgehen. Bei mir ist eine Person in der Klasse, der keiner mehr vertrauen will, weil sie schon so oft gelogen hat. Eigentlich kann man ihr nicht mehr verzeihen; sie hat auch schon Vielen wehgetan. Aber ich weiß auch, dass sie selbst von ihren Eltern geschlagen wird.
Zaria: Auf diesem Bild erkennt man einen verzweifelten Menschen, der Gott um Verzeihung bittet. Er hofft auf Vergebung. Gott traut uns viel zu. Er hat uns die Erde anvertraut und wir sollen sorgsam mit ihr umgehen.
Texte zum Thema
Ihr habt uns gesagt und gezeigt, was euch im Leben wichtig ist. Was hat das alles mit unserem christlichen Glauben zu tun - wie seht ihr das?
Nicole: Ich glaube, dass wir Gott brauchen - aber auch, dass Gott uns will und braucht um diese Welt zu erhalten. Gott hilft uns dabei, er hat uns so geschaffen, dass wir selber entscheiden können, was wir tun und was wir lassen.
Sarah: Gott will, dass wir auch Spaß am Leben haben, dass wir es genießen können und nicht immer nur eingeschränkt leben. Wir sollten aber auch die Grenzen anderer achten und nicht überschreiten. Aber jeder kann auch einmal einen Fehler machen. Darum ist es gut, dass Gott uns vergibt, weil wir Fehler einsehen und daraus lernen können.
Alexandra: Gott will Frieden auf der Welt, dass wir Menschen wie Brüder und Schwestern zusammen leben und füreinander da sind. Wir können darauf vertrauen, dass Gott immer für uns da ist, auch wenn wir eine Sünde begangen haben: Er zeigt uns, was falsch war - aber mir selbst wird vergeben. Gott gibt mir eine zweite Chance und nimmt die Last meines Fehlers von meinen Schultern.
Pauline: Ich bin dankbar, dass Gott mir mein Leben gegeben hat. Ich kann meinen Weg von Gott leiten lassen, ich bin Gott dankbar, dass es mich gibt und wie ich leben kann. Deshalb lasse ich mich konfirmieren. Ich sage damit ja zu meinem Leben von Gott, zu meiner Taufe und zur Gemeinde - auch wenn ich nicht genau das Gleiche glaube und denke wie alle anderen hier.
Ramona: Das gefällt mir am Abendmahl gut: Wir erinnern uns daran, wie Jesus mit vielen verschiedenen Menschen zusammen war, Brot und Wein gesegnet und geteilt hat. Wenn wir Abendmahl gemeinsam feiern, teilen wir Jesu Barmherzigkeit und folgen seinem Beispiel.
Lea: Und wir erinnern uns daran, wie Gott unser Zusammenleben meint, dass er Gerechtigkeit will, dass Gott uns dazu will und braucht, damit unsere Welt erhalten bleibt und wir gut zusammenleben.
Predigt
Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Gemeinde,
„There comes a time, when we heed a certain call“ - bei der ersten Zeile von Michael Jacksons Lied dachte ich erst an einen Tippfehler, aber die deutsche Übersetzung klingt ja gleich: „Es kommt die Zeit, wenn wir einen bestimmten Aufruf brauchen“. Falsch. Das müsste nicht „need“ heißen und es meint auch nicht „brauchen“. „heed“ heißt „beachten“, und schon klingt das anders: „Es kommt die Zeit, wenn wir einen bestimmten Aufruf beachten“.
Ist diese Zeit da? Und welchen Aufruf beachten wir? Liebe Erwachsene hier: Nach einem Jahr Konfiarbeit mit euch kann - und möchte ich - erst einmal für euch sagen: Ich konnte immer wieder merken, dass das nicht stimmt, was man oft über Jugendliche heute sagt von wegen gleichgültig oder unpolitisch, lasch oder v.a. an sich selbst interessiert. Ich habe mich gewundert, wie manche von euch deutlich gesagt haben, dass der Satz zu den Atomkraftwerken drinbleiben soll - auch wenn die Abstimmung denkbar knapp war. Manchmal frage ich mich, wann wir Erwachsenen noch viel lauter und kritischer gefragt werden: Habt ihr das gar nicht beachtet, wie euer Lebensstil die Erde zerstört hat? Kann es euch wirklich entgangen sein, dass die geizige Gier nach immer mehr eben kein echtes Wachstum bringt, sondern eine große Welle der Verarmung vor sich her schiebt und vor allem an die Ränder der „entwickelten“ Welt?
Wir haben uns miteinander und mit dem Lied der „Life aid“ dem angenähert, was unser christlicher Glaube heute bedeutet. Für uns standen die großen Fragen im Hintergrund, wer wir sind, woher wir kommen und wie wir die Welt sehen. Aber auch: was ist wahr? Was glauben wir? Was dürfen wir hoffen? Und schließlich: Was sollen wir tun?
Wir sind Gottes Geschöpfe, von Gottes Hand gemacht und durch seinen göttlichen Atem belebt. Gott hält seine Hand über uns, wie es in Psalm 139 heißt - wir stehen mit unserem ganzen Leben, mit unserer Lebenszeit in Gottes Händen. Darauf vertraue ich und glaube, dass wir wirklich Gott vertrauen können - letztlich mehr als dem, was Menschen bewirken. Ja, ich glaube, dass letztlich kein Mensch aus Gottes Hand fällt.
Manchmal wünsche ich mir, unser christlicher Glaube wäre einfacher. Dass klar wäre: Ist Jesus nun ein besonderer Mensch - oder Gottes Sohn? Liegt es an uns, ob diese Welt erhalten bleibt - oder wird es Gott schon richten? Ihr habt immer wieder deutlich gemacht, dass ihr hinter diese einfachen Alternativen schaut. Wie hat es Nicole vorhin gesagt? „Ich glaube, dass wir Gott brauchen - aber auch, dass Gott uns will und braucht um diese Welt zu erhalten.“
Genau so können wir den Auftrag verstehen, den wir Menschen haben und von dem die Bibel schon ganz zu Anfang erzählt: Dass Gott uns gesegnet hat, mit seiner Kraft begleitet, dass wir gute Stellvertreterinnen und Stellvertreter Gottes auf dieser Erde sind. Dass wir unsere Fähigkeiten und Macht gut einsetzen, sie in den Spuren des Lebens einbringen, wie sie Jesus Christus gelegt hat. Jesus hat dazu aufgerufen, dass wir Gott neu entdecken, wie einen Vater oder die eigene Mutter, die ihr gerade vielleicht auch nicht immer versteht (oder wo es uns Erwachsenen mit eigenen Eltern hier und da ähnlich geht): Vertrau darauf - du bleibst in Gottes Hand! Sieh auch im anderen Gottes Ebenbild, einen geliebten Menschen. Wir alle gehören zu Gottes großer Familie, zu einer Gemeinschaft, in der es - wie zwischen Geschwistern eben - auch mal Streit gibt. Dieser Streit soll aber nicht das letzte Wort behalten.
Dafür steht die Geschichte von Jesus, der Gottes Aufruf zu einem gemeinschaftlichen Leben mit letzter Konsequenz in die Welt getragen hat. Menschen haben diesen Aufruf nicht verstanden, Jesus sogar umgebracht. Jesus hat sich gegen das große Überhören des zentralen Aufrufs zum Leben eingesetzt hat für das Leben - und die diesen Aufruf nicht brauchen konnten, hatten genug Macht um Jesus umzubringen. Doch Gott hat ihn nicht im Tod gelassen, sondern hat Jesus neues Leben geschenkt.
Es stimmt: wenn Gott diese Untat, den Mord an seinem Sohn Jesus vergeben hat, dann ist Gott die Vergebung selbst. Dann kann kein Mensch mehr aus Gottes Hand fallen. Dann sind auch wir befreit zu einem Leben aus der Versöhnung. Wir müssen uns nicht ständig neu beweisen, wir müssen nicht zuerst darum kämpfen, dass wir überhaupt einen Platz bekommen, sondern sind gewollt und auch herausgefordert.
Auf euch wartet ein spannendes Leben. Noch weiß niemand, was es für euch bedeutet, dass einerseits Ausbildungs-, Studien- und Arbeitsplätze knapp sind, dass ihr andererseits länger im Berufsleben bleiben sollt als wir heute, weil Arbeitskräfte knapp werden. Der Markt gibt Milliarden aus um euch zu umwerben und achtet zugleich überhaupt nicht darauf, was mit euch selbst ist. Ihr seid aber nicht bloß Kaufkraft, sondern von Gott gewollt.
Ich hoffe, dass ihr davon etwas mitbekommen habt: Wir haben unser Leben aus Gottes Hand - und stehen mit unserer ganzen Lebenszeit in Gottes Hand. Wir brauchen nicht die Hände gegen andere verschließen, sondern können sie öffnen. Nicht wir selbst müssen einen Tag strahlender machen; es geht auch nicht darum nur Sonnentage einzusammeln. Wir können von Gottes Licht etwas weitergeben - und deshalb auch den schattigen oder dunklen Tagen die Hand reichen. Niemand weiß genau, welcher Schritt jetzt der einzig richtige ist; deshalb brauchen wir nicht in allem Eins sein. In aller Verschiedenheit können wir darauf vertraun: Du fällst nicht aus Gottes Hand. Du kannst wirklich dem Leben die Hand reichen. Dazu segne uns Gott. Amen.
Konfirmation 2010
Konfirmation am 21. März 2010
"Gott ist unser Freund" (Weisheit 11,26)
Texte und Bilder der Konfigruppe im Konfirmationsgottesdienst am 21. März
Texte der Konfi-Gruppe: Warum wir beten
Bevor wir jetzt gemeinsam beten, möchte ich euch bitten uns zu sagen, was ihr über das Gebet denkt. - Wozu beten wir? Was bedeutet es für euch, dass wir beten können?
Tamara: Gott ist immer für uns da – wie ein guter Freund. Ich kann mit ihm reden und spüre, dass er mir zuhört. Jesus hat uns Mut gemacht, zu Gott zu beten. Er sagte: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“
Lukas: Glaubst du das wirklich, dass jemand zuhört, wenn man betet? Wir sehen ja Gott nicht, wie wenn wir miteinander reden.
Melina: Ich weiß, aber ich glaube schon, dass Gott dennoch immer bei mir ist und mir zuhört, auch wenn ich ihn nicht sehen kann.
Marvin: Manche beten ja, wenn sie Angst haben. Sie bitten Gott um Hilfe. Meinst Du, dass Beten gegen Angst hilft?
Salome: Ja, ich z.B. bete abends vor dem Schlafen gehen, dann bin ich alle Sorgen los. Ich lege alle meine Sorgen einfach vor Gott ab. Mit allem kann ich zu ihm kommen: Mit meinen Sorgen, wenn es mir oder anderen schlecht geht; oder wenn ich froh bin und ihm danken will.
Sophia: Ich habe noch nie eine direkte Antwort oder gar Tipps von Gott erhalten. Aber es hilft mir, wenn ich mal alles raus lassen kann, was mich bedrückt. Er versteht meine Gefühle, auch wenn es mal kein anderer tut. Darum kann ich zu ihm ein ganz festes Vertrauen haben.
Elena: Für mich ist Beten manchmal wie Tagebuch schreiben oder wie ein innerliches Gespräch. Martin Luther hat gesagt: „Das Gebet ist ein Reden des Herzens mit Gott…“ – und manchmal kann ich mir schon vorstellen, was er zu meinen Fragen und Gedanken sagt.
Texte zum Thema „Freundschaft“
Euch ist das Thema „Freunde und Freundschaft“ besonders wichtig, wenn es um unser Zusammenleben geht genauso wie im Blick auf Gott. Was denkt ihr denn über Freunde und Freundschaften?
Alicia: Mir ist vor allem wichtig, dass wir über alles miteinander reden können und dass meine Freundin für mich immer Zeit hat. So wie diese beiden Mädchen hier, die eine enge Freundschaft miteinander verbindet.
Joachim: Am Anfang war ich mir nicht so sicher, ob ich ihm wirklich vertrauen kann. Doch als wir uns näher kennen lernten, habe ich gemerkt, dass er auch dann zu mir gehalten hat, als mich andere abgelehnt haben. Da habe ich gemerkt, was ein guter Freund ist!
Laetitia: Ein guter Freund lässt mich nicht im Stich und setzt sich für mich ein. Ich bin froh, dass ich mich 100%ig auf meinen Freund verlassen kann! So, wie die beiden Bergsteiger, die sich gegenseitig sichern. Der eine hat sich einen festen Stand gesucht und kann nun den anderen halten.

Sophia: Ich weiß noch gut, wie es mir einmal total mies ging. Da hat sich meine Freundin ganz lieb um mich gekümmert; das vergesse ich ihr nie! Wir haben hier das Conversezeichen als Vorlage benutzt und die Worte umgeändert: Freundschaft – Vertrauen – Liebe sind besonders wichtig.

Silka: Ich finde es toll, dass ich mit meinen Freunden zusammen lachen kann, dass wir echt viel Spaß miteinander haben – oder dass wir auch mal einfach rumhängen und chillen.
Robin: Mir ist besonders wichtig, dass meine Freunde keine Geheimnisse verraten, die ich ihnen anvertraut habe oder mich gar verpetzt.
Dina: Ich weiß noch gut, wie ich mal einen Freund hatte, der immer alles ganz genau wusste. Er wollte immer Recht haben und hat mich ganz schön genervt! Er hat mich dann eines Abends, als wir mal so richtig Krach hatten, angerufen und sich bei mir entschuldigt. Das fand ich total super.
Sonja: Ich finde das gar nicht so leicht zu verzeihen. Wenn es so richtig weh tut, gerade weil dich ein Freund verletzt hat – das fällt mir schwer. Aber ich finde es wichtig.
Konrad: Deshalb haben wir hier zwei zusammengebundene Esel gezeichnet. Sie haben zwar zwei Strohballen zum Fressen, aber sie können nur eine Lösung finden, und die heißt: Zusammen geht es besser!


Sonja: Ich hoffe, dass wir auch weiterhin mit meinen Freunden ehrlich umgehen kann, dass wir uns nicht auseinanderleben und uns plötzlich nichts mehr zu sagen haben.
Lukas: Da ist Jesus für mich ein gutes Vorbild. Wie er mit seinen Freunden umgegangen ist, das war total ehrlich! Er hat ganz offen vom Verrat gesprochen und hat trotzdem Judas nicht verstoßen, sondern sogar mit ihm das Abendmahl gefeiert.
Texte zum Thema „Gott als unser Freund“
Ihr habt uns schon einiges zu Freunden und Freundschaften gesagt. Was hat denn dieses Thema mit Gott und mit unserem Glauben zu tun? Wie stellt ihr euch das vor?
Konrad: Wir können Jesus vertrauen wie einem guten Freund. Er ist den Menschen wie ein Freund begegnet, ist auf sie zu gegangen und hat ihnen neuen Mut gegeben.
Robin Eberhard: Das macht auch mir Mut, wenn ich neue Leute kennen lerne. Die sind ja auch erst mal fremd für mich – aber jeder Fremde könnte auch ein neuer Freund werden!
Dina: Bei Jesus finde ich echt stark, dass er keine Vorurteile hatte. Er hat sich auch vor Krankheiten nicht geekelt, wo die meisten Menschen einen großen Bogen gemacht haben.
Robin Eberhard: Jesus war ein tolles Vorbild. Wenn heute mehr Menschen seinem Vorbild folgen würden, wäre vielen geholfen.
Melina: Und Jesus hat uns Menschen auch eine neue Verbindung zu Gott gezeigt. So wie Jesus freundlich zu den Menschen war, so ist ja auch Gott wie ein guter Freund für uns.
Elena: Aber was heißt das denn – dass Gott ein guter Freund ist? Hast du davon schon mal etwas gespürt?
Tamara: Hören oder fühlen, wie man das bei einer Sache oder einem anderen Menschen kann – na ja, ich weiß nicht. Aber ich vertraue darauf, dass ich Gott jederzeit und an jedem Ort erreichen kann. Mir hat der Vers schon oft geholfen „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Das ist für mich wichtig!
Robin Weidle: Mir bedeutet es viel, dass Gott nicht nur da ist, sondern einem auch wirklich hilft. Und dass Gott mir vergibt, wenn ich mal etwas falsch gemacht habe: Auch dann lässt Gott mich nicht im Stich.
Joachim: Das Abendmahl ist für mich ein wichtiges Zeichen dafür, dass ich mit Gott verbunden bin. Hier merke ich, wie ich mit Jesus und anderen Menschen Gemeinschaft habe.
Silka: Jesus hat für uns gelebt, ist für uns gestorben und wurde von Gott auferweckt, damit wir leben können.
Salome: Ich glaube, dass Gott mir mein Leben geschenkt hat, damit ich etwas daraus mache. Gott hat einen Auftrag, ein Ziel für mein Leben! Ich vertraue darauf, dass mein ganzes Leben in Gottes Händen liegt.
Laetitia: Mir ist auch wichtig, dass Gott uns Menschen dabei hilft, dass wir in der Welt mitarbeiten und dazu helfen, dass das Zusammenleben besser wird, dass weniger Menschen Not leiden.
Marvin: Ich möchte mich dem würdig erweisen, dass ich Teil von Gottes Schöpfung bin. Und ich verlasse mich darauf, dass Gott diese Welt nicht zerstören wird, sondern uns dabei hilft sie zu erhalten.
Alicia: Manchmal handelt Gott durch Menschen, die er uns schickt. Und manchmal sind vielleicht auch wir selbst solche Boten, die Gott zu anderen sendet. Wir sollen dem Vorbild von Jesus folgen und können einander helfen.

