KiBiWo 2011 - Infos für Mitarbeitende
Informationen für Mitarbeitende bei der KiBiWo 2011 "Daniel und sein löwenstarker Freund"
Informationen zu Daniel und zum Buch Daniel
Erinnerung - und grundsätzlich zu Daniel: Name = „Gott schafft Recht“ bzw. „Gott richtet“. Dieses Buch ist recht umstritten im AT: es wird in unseren Bibeln bei den Propheten eingeordnet, während es in der hebr. Bibel am Ende der „Schriften“ steht (die dritte große Gruppe neben der Tora und den Propheten: Psalmen, Hiob, Sprüche, Rut, Hoheslied, Ester, Chronik, Esra/Nehemia sind dort sonst zu finden).Die Sammlung der Prophetenbücher war bereits abgeschlossen, als das späte Danielbuch entstanden ist - vielleicht hatte man bei den Rabbinen auch gewisse Abneigungen gegen das Buch, weil es für Aufstände gegen die Römer mitverantwortlich gemacht wurde. Spannend sind auch die Unterschiede zwischen den beiden Teilen mit Erzählungen von Daniel und seinen Freunden - hieraus stammen die Geschichten für unsere KiBiWo - und den Visionen ab Kap. 7. Auffällig ist andererseits, dass das Buch hebräisch beginnt; in Kap, 2,4 wechselt es ins Aramäische und nach Kap. 7 wieder zurück ins Hebräische - das passt nicht zu der Unterscheidung von Erzählngen und Visionen. Das Buch lässt sich so verstehen, dass das 1. Kapitel eine Einführung bietet: die vier jungen judäischen Deportierten werden für den Dienst am königlichen Hof in Babylon ausgewählt. Aus Gründen ihres Glaubens verweigern sie die Annahme der „unreinen“ Speisen, die am Königshof üblich sind, entwickeln sich aber dennoch mit der Hilfe Gottes besser als die anderen und zeichnen sich besonders durch ihre Weisheit aus. Daniel hat noch die besondere Gabe der Deutung von Träumen und Visionen (1,17). Im Folgenden handeln dann Daniel und seine drei Freunde niemals gemeinsam. In den Kapiteln 2 - 7 steht in der Mitte das göttliche Gericht über einen König, das beidemale auf geheimnisvolle Weise angekündigt wird: in Kap. 4 durch einen Traum, in Kap 5. durch die Schrift an der Wand. Doch diese Ankündigungen müssen erst durch Daniel gedeutet werden. Dann wird klar: Es ist Gott, der Höchste, der „über das Königtum der Menschen herrscht und es gibt, wem er will“ (4,14.22.29). Um diesen Kern herum sind in den Kap. 3 und 6 Märtyterlegenden angeordnet, die weitgehend parallel erzählt werden: Es gibt einen Befehl, dass der König wie ein Gott angebetet werden müsse. Daniel bzw. die drei Freunde verweigern sich dem, wird angezeigt und die angedrohte Strafe wird vollzogen. Schadrach, Meschach und Abed-Nego in Kap 3 und Daniel in Kap 6 werden wunderbar aus dem Feuerofen bzw. der Löwengrube gerettet, sodass der heidnische König den Gott der Judäer anerkennt. Die Kap. 2 und 7 berichten von Visionen oder Träumen von den vier Weltreichen. Auch hier gibt es zahlreiche Verbindungslinien: im Bild vom „Koloss auf tönernen Füßen“ werden vier aufeinanderfolgende Weltreiche dargestellt Babylonien, Meder, Perser, Griechen - das letzte Reich der Griechen wird durch ein ewiges Reich abgelöst. Das kehrt in Kap. 7 ähnlich wieder, wobei nun die Weltreiche als vier Tiere dargestellt werden. In den folgenden Kapiteln steht dann Daniel allein im Mittelpunkt des Interesses und die Visionen, die ihm zuteil werden. Sie enthüllen geheimes Wissen über die Endzeit und die gesamten Ereignisse in der Zukunft. Dieses Wissen soll dazu helfen auch die Zustände in der Gegenwart zu verstehen. Die Endfassung des Danielbuches wird in der Zeit der Herrschaft von Antiochus IV., zwischen 168 - 165 v.Chr. erfolgt sein, als Angehörige des jüdischen Glaubens verfolgt wurden. Das Buch Daniel und die Geschichten, die für die KiBiWo vorgesehen sind, sprechen von neuen Vorstellungen vom Ende der bisherigen Weltgeschichte. Der Glaube an Jahwe, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, wie er früher genannt wurde, gewann neben der Erfahrung und Hoffnung auf eine geschichtliche Befreiung die Dimension der jenseitigen Erlösung hinzu. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Orientierung am Jenseits gerade nicht bedeutete, dass der Alltag wie auch die Politik nebensächlich wurden - ganz im Gegenteil: Das Danielbuch ist geradeso politisch wie religiös. Es ruft zum klaren Widerstand gegen jeden absoluten oder totalitären Anspruch von Staaten und Mächten auf. Zwar fordert es keinen gewalttätigen Umsturz, keine Revolution im gängigen Sinn, aber es widerspricht mit letzter Deutlichkeit allen, die behaupten, dass menschliche Herrschaft von Gott sei, unantastbar und unveränderlich: Daniel fordert die Bereitschaft zum inneren Widerstand und zu einer demonstrativen Verweigerung oder auch zu einem demonstrativen Handeln. (Übrigens finden wir später im Danielbuch 12,2 auch die neue Vorstellung einer doppelten Auferstehung: „die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schmach“, was erstmals die Hoffnung darauf ausdrückt, dass es eine Gerechtigkeit geben möge, die in dieser Weltzeit nicht zu erreichen ist.)
Themen- und Textübersicht 2011
1) Donnerstagnachmittag - Daniel 1, 1 - 21: Neu in der Fremde
VB-Treffen: „gut gefällt, wie einerseits ein klarer Standpunkt eingenommen wird und Daniel zugleich offen bleibt“
- Allein in der Fremde, auf sich gestellt und zugleich bedroht: Was ist mir besonders wichtig an meinen Überzeugungen, meinem Glauben? Worauf möchte ich nicht verzichten?
- „Gott ist bei uns“ - Glaube macht Mut. Wie sieht mein eigenes Gottesbild aus? Was bedeutet es für mich, dass Gott mein Freund ist?
- Grundüberzeugungen der großen Religionen: neben Unterschieden gibt es auch viele Gemeinsamkeiten
- dem eigenen Glauben, dem eigenen Weg und Gott treu bleiben auch angesichts von Bedrohungen durch Stärkere; wie sich dagegen wehren?
- Wie ist es, an Gott zu glauben, wenn andere drüber lachen? Ist das peinlich? Was gibt dem Kleinen Mut, dem Großen und Starken selbstbewusst gegenüber zu treten? Fällt es mir leicht / schwer von Gott zu reden?
- Thema „Essen“: nur Wasser und Gemüse essen? (Dan 1,12)
Ideen für die Gruppen (der Schwerpunkt am Do/Fr liegt darauf, entweder etwas für die Kinder zu machen oder etwas, das sich zeigen/ausstellen lässt. Am Sa dann Beiträge fürs Abschlussfest zum Vorführen.)
- Die fremde Welt von Daniel bauen (nach Fotos vom Modell der Stadt Babylon aus Holzklötzen, Holzstäben oder auch aus Karton - wo?) oder auf große Papierbahnen malen; Bodenbild
- Babylonische Kunstwerke gestalten (Löwen, Palmen, Thron, Gefäße, Krone)
- Essen wie Daniel und seine Freunde
- Schildmützen bemalen/bedrucken (Löwenmotiv stempeln - Linoldruck?)
- schminken: wie Babylonier aussehen
- Vertrauensspiele
2) Freitag - Daniel 2, 1 - 48: König Nebukadnezzar stellt seine Traumdeuter auf die Probe
VB-Treffen: „Die Traumdeutung als solche sagt nicht so viel aus.“
- Bedeutung von Träumen: können das Leben eines Menschen beeinflussen, lenken, verunsichern; auch heute gelten Träume als bedeutungsvoll.
- Gott wendet sich durch einen Traum an Nebukadnezar: Gott will auch Freund der Mächtigen sein, aber er greift auch den Mächtigen „in die Arme“ und steht Ohnmächtigen bei. Gott wird als Herr der Geschichte gezeigt. - Träume brauchen auch eine Deutung, ggf. eine Korrektur: Daniel geht, bevor er den Traum deutet, erst in die Stille und betet. So bekommt er Anteil an Gottes Gedanken.
- Wichtig ist die Haltung von Daniel: er bleibt ruhig, bittet um eine Frist und seine Freunde ihm im Gebet beizustehen; traut Gott zu, dass er auch dieses schwierige Geheimnis kennt und offenbart; bittet für seine „Kollegen“ um Gnade; sagt deutlich, woher er die Deutung des Traumes hat.
- Wofür können wir beten bzw. Gott danken? - Und wie ist das, wenn Gott mein Gebet nicht erhört?
Ideen für die Gruppen
- Zum Thema Beten:
o Basteln (Gebetswürfel) rund ums Gebet (Heft S. 15)
o Gebetswand: wofür wir beten können (danken, bitten für andere und für uns, klagen, loben) - auch als Collage denkbar
o Gebetssteine: schöne Kiesel aussuchen, Gebets- oder Bibelwort draufschreiben und verzieren mit Federn, Farben, kleineren Steinen
o Gebetskartei: kleine, kurze Gebetstexte auf Kärtchen schreiben (evtl. im Gottesdienst verwenden?)
o Gespräch: was nützt das Gebet? - Es soll nicht v.a. Gott dazu bringen etwas zu tun, das ich gerne so hätte, sondern gibt uns Kraft, hilft uns zur Klärung und öffnet uns (neue) Verbindungen zu Gott und zu seiner großen und großartigen Wirklichkeit, die uns oft verborgen ist.
- Zum Thema Traum:
o Traumfänger basteln (Heft S. mit Link zu Argumenten Pro und Contra Traumfänger S. 16)
o „Mein Traum“ (dabei beachten: Träume können eine Bedeutung haben. Es ist nicht immer einfach diese herauszufinden - und es ist dabei auch Vorsicht geboten, dass wir uns oder andere nicht auf eine - vielleicht falsche, belastende - Deutung festlegen. Wenn wir das, was wir vermuten mit dem vergleichen, was wir von Gottes Willen erfahren und mit anderen besprechen, kann es uns mit Gottes Hilfe gelingen Träume zu deuten. Achtung: Was wir da erkennen, kann überraschend sein - und manchmal fordert das, was wir erkannt haben, ganz schön viel Mut!) - Externalisierung/Phantasiebegleiter (ggf. nähere Info/Absprache mit und bei mir)
- Nacherzählen (lassen), darstellen (Theatersport): was Daniel erlebt hat
Ideen für die Gruppen
- Theaterwerkstatt
- Rollenkino
- Figuren zur Geschichte aus Knet o.ä. Material formen und stellen
- Spielstraße mit babylonischem Flair (könnte als Rahmenidee für das Stadtspiel taugen?!)
3) Samstag - Daniel 5, 1 - 29: König Belsazars Fest und die rätselhafte Schrift an der Wand
VB-Treffen: „Daniel war sehr mutig, was sich auch in seinem Namen spiegelt. Gegen die Überheblichkeit des Königs, der Gott verleugnet, wird die Traumdeutung durch Daniel als Verkündigung beschrieben.“
- König Belsazar kann mit seiner Macht nicht umgehen. Hier geht es darum, wir einer andere übertrumpfen will, währen Unterlegen sein oder sich Geschlagen geben nicht attraktiv ist. Oberbestimmter und „Ich bin der Größte!“ - wie kann man sich gegen sie wehren?
- Mit den Großen feiern ist leicht - ein kritisches Wort anbringen, kann da schwer fallen.
- „Mene tekel“ - „gewogen und für zu leicht befunden“: Gott definiert Größe und Gewicht anders, letztlich als Liebe und Treue des Freundes oder Beters, der sich von Macht und Einfluss nicht blenden lässt.
Ideen für die Gruppen
- Geheimschrift erfinden (weißer Kerzenstummel auf weiße Karte - mit Wasserfarbe übermalen; Schwarzlichtfarbe von Jonny)
- Tontäfelchen gestalten (mit Fimo oder Keramiplast, auch Ton möglich): Keilschriftzeichen, den eigenen Namen oder ein „Anti-Angst-Bibelwort“ einritzen und verzieren
- Bilder malen: wovor ich Angst habe; großes Löwenbild
- Szenen entwickeln und spielen: „Als ich mal richtig Angst hatte“ (kleine Alltagsszenen evtl. vorgeben - dann entwickeln, wie ich der Angst begegne und was ich tun kann, wenn ich Angst habe).
- Vorbereitung für das Fest zum Abschluss am Nachmittag:
o Orientalische Gaukler mit Zaubertricks, Jonglage, Pyramide, (Schleier-)Tanz, Musik;
o Löwenmasken, Löwenkäfig
o Zum Essen: Fladenbrot
4) Daniel 6, 1 - 28: Daniel in der Löwengrube - der König ist dein Freund (Gottesdienst am Sonntag)
VB-Treffen: „So, wie die Geschichte in der Bibel steht, erscheint sie als nicht sehr geeignet. Frage: Wie lässt sich hierzu mit den Kindern thematisch arbeiten? Ein Thema könnte Manipulierbarkeit sein.“
- Darius, der neue König der Perser und Herrscher auch über Babylonien, wird von seinen Fürsten hereingelegt: Unüberlegt unterschreibt er ein Gesetz, mit dem er Daniels Leben aufs Spiel setzt. Er kann seine Unterschrift nicht mehr zurücknehmen: jeder, der nicht den König Darius anbetet, sondern einen anderen Gott, soll in die Löwengrube geworfen werden. Dies blüht nun v.a. Daniel, der auch weiter zu Gott betet.
- Gott greift ein und rettet Daniel; die Löwen krümmen ihm kein Haar (hier könnten Kinder mit den Löwenmasken die Löwen spielen).
- Wohin gehe ich mit meiner Angst? Was tue ich in der Gefahr? - Welche „Löwen“ gibt es für die Kinder, was kann ihnen Angst machen?
- Stell dir vor: der größte König ist dein Freund - Gott ist dein treuer Freund.
- Die Geschichte könnte in einer Pantomime dargeboten werden.
Tage und Zeiten der KiBiWo 2011
Montag, 31.10., 19 Uhr
Podestaufbau Gemeindehaus
Mittwoch, 2.11.
9 Uhr, Pfarrsaal: Buttons fertigmachen
Großer Saal: 19.50 Uhr Theaterprobe,
20.30 Uhr Bandprobe
Donnerstag, 3.11
10 Uhr MA-Besprechung für alle im Evang. Gemeindehaus, danach
Aufbau in den Gruppenräumen
Ab 13.40 Empfang (2 Namenslisten / Button / Geld / Liederheft / Stempel)
14.00 Anfangsrunde: Begrüßung, Lieder, Gebet
Theaterstück 1. Tag
14.30 Gruppeneinteilung
14.45 Gruppen: 125 Minuten
17.10 Schlussrunde
Singen
Lied/-er
zum Thema
Vaterunser
Bekanntgaben/Tagesrätsel
Segenslied/Segen (17.30)
Nachbesprechung
Probe Theaterstück
Freitag, 4.11.11
9.30 Uhr Mitarbeitertreffen
9.40 Empfang (Namensliste/Stempel)
10.00 Anfangsrunde: Begrüßung, Lieder, Gebet
Theaterstück 2. Tag
10.30 Gruppeneinteilung
10.45 Gruppen
Mittagessen im großen Saal (Kindergarten, Refektorium, Pfarrsaal; 12.30: Jugendraum/Giebelzimmer holt Essen und Geschirr in Küche ab; 13.00: kath. Gemeindehaus, Spital, Brenzhaus)
Ab 13.30 Uhr Stadtspiel (für jede Gruppe ca. 1 ¼-1 ½ h)
Gruppen beginnen unter den Rathausarkaden nach Zeitplan. Vor und nach dem Stadtspiel gehen die Gruppen in ihre Gruppenräume.
16.30 Uhr Schlussrunde:
Evtl. Gruppenbeiträge, Lieder,
Vaterunser, Bekanntgaben/Tagesrätsel
Segenslied/Segen (17.00)
Nachbesprechung
Probe Theaterstück
Samstag, 5.11.11
9.30 Uhr Mitarbeitertreffen
9.40 Empfang (Namensliste/Stempel)
10.00 Anfangsrunde: Begrüßungslied, Lieder, Gebet, Theaterstück 3. Tag
10.30 Gruppeneinteilung
10.45 Gruppen
Mittagessen im großen Saal (wie am Freitag)
Altersgruppen (Festvorbereitungen ....
15.45 Uhr (pünktlich!) Schlussrunde/Fest
Abwechselnd Gruppenbeiträge und Lieder
16.30 Uhr Polonaise mit Umbau fürs Essen
Festessen (Ghs): Tischgebet/-lied Fingerfood vom Buffet; Lied, Einladung zum Familiengottesdienst
Segenslied (17.00)
Nachbesprechung MA
Umbau der Podeste in Kirche,
Theaterprobe Kirche
Aufräumen der Gruppenräume
Sonntag, 6.11.11
9 Uhr (?) Probe Musik/Theater/Gruppen
10 Uhr Familiengottesdienst, anschl. aufräumen
Bastelhinweise
Traumfänger
Um einen Traumfänger zu basteln, benötigt man
- viel bunte Wolle (oder Perlonfaden, Zwirn oder Garn, um die Netze zu spannen),
- Bänder (z.B. Leder, Bast, Paketschnur), mit denen die Reifen umwickelt werden
- Unterschiedliche Perlen, mit denen die Traumfänger verziert werden
- vielleicht Federn, Glöckchen, Bambusstäbe, kleine Scheiben aus Moosgummi, die Du vielleicht bemalst, Blätter, zur Verzierung. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Als die Indianer früher Traumfänger anfertigten, gab es natürlich noch keine Bastelgeschäfte. Sie verwendeten Sachen aus der Natur. Also: Vielleicht könnt ihr mit den Kindern einen Spaziergang machen und Naturmaterial sammeln? Ein paar Federn, eine Gerte, Hagebutten ...?! So geht’s Möglichkeit 1. Schneide Dir aus einer runden Käseschachtel oder einer Pappe einen Ring, in den Du rundum Löcher stichst. Nun kannst Du den Kartonring umwickeln und durch die vielen Löcher hin- und her ein Netz weben, wie Du es auf dem Bild unten siehst. Nun kannst Du Deinen Traumfänger noch verzieren, ganz so wie es Dir gefällt. Anstelle des Kartonrings kannst du auch einen Ring aus Metall oder Holz nehmen. Möglichkeit 2. Umwickele den Reifen mit einem Band deiner Wahl und verknote die Enden fest miteinander. Das längere Ende kannst du gleich hängen lassen, das andere schneidest du ab. Knote das eine Ende des dünnen Fadens an eine beliebige Stelle des umwickelten Reifens und fädele das andere Ende auf eine Nadel. Nun führst du die Nadel von hinten nach vorne über den Reifen durch die Schlaufe, die sich dadurch gebildet hat. Diesen Vorgang wiederholst du so oft, bis du ein Mal um den ganzen Reifen herum bist. Etwa 1/2 bis 1 Schlaufenbreite vor dem Anfang machst du die letzte Schlaufe am Reifen. Dann ziehst du den Faden mit der Nadel von unten nach oben (oder umgekehrt) durch die erste Schlaufe durch. Das machst du solange weiter, bis sich das Netz schließt. Halte den Faden während der ganzen Zeit möglichst straff, so kannst du sicherstellen, dass sich das Netz nicht aus Versehen verknotet. Außerdem kannst du nur so gut erkennen, wo du die nächste Schlaufe machen musst. Sollte der Faden mal reißen, oder nicht reichen, knotest du ein neues Stück an und verdeckst den Knoten dann mit einer Perle. Während du das Netz spannst kannst du Perlen mit einarbeiten. Du kannst die Perlen entweder lose auffädeln oder genau an einer bestimmten Stelle fixieren, indem du mit dem Faden eine Schlaufe in die Perle machst, bevor du zur nächsten Schlaufe im Netz übergehst. Wenn du willst, kannst du mit den Perlen ein Muster im Netz bilden. Zum Schluss, wenn das Netz geschlossen ist, muss das Fadenende fest verknotet werden. Du kannst das Netz komplett schließen und in die Mitte eine Perle setzen. Du kannst aber auch ein Loch in der Mitte lassen und den Faden in einer Schlaufe festknoten. Jetzt schmückst du deinen Traumfänger noch mit Perlen und Federn, die du mit dem dicken Band an den Reifen hängst. Anmerkung Immer wieder sorgt der Bastelvorschlag „Traumfänger“ für Rückfragen und Diskussion, manchmal auch für verständnisloses Kopfschütteln: Wie kann man zu einer biblischen Geschichte ein „Traumfänger-Mobile“ basteln, das indianischen / heidnischen Ursprungs ist? Wir fanden das trotz des Hintergrundes eine nette Bastelidee. Aber wer sich mit pro- und contra-Argumenten gerne auseinandersetzen möchte, findet dazu auf unserer Homepage einen Artikel: Pro und Contra Traumfänger.
Wichtige allgemeine Infos zur KiBiWo
Grundlagen: Infos zur KiBiWo
Organisatorisches
Vorbereitungstreffen zur KiBiWo
An drei Vorbereitungsabenden im September und Oktober gibt es inhaltliche Infos zum KiBiWo-Thema; hier lernen sich die Mitarbeitenden kennen und wichtige Absprachen werden getroffen (zur Organisation, gemeinsamen Schwerpunkten). Außerdem bietet sich hier die Gelegenheit zum Austausch von Ideen. Deshalb ist es wichtig, dass alle Mitarbeitenden zu diesen drei Treffen kommen!
Gruppen
Die Gruppen der Kinder werden altersgemäß in Jungen- und Mädchengruppen eingeteilt und von 2-4 Mitarbeitenden gemeinsam geleitet.
In jeder Gruppe muss ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin im Alter von mindestens 16 Jahren sein; das schreibt die Aufsichtspflicht vor. Ansonsten begleitet ein Springer/eine Springerin die Gruppe.
Räume
Im Evang. Gemeindehaus, Poststraße 11, Großer Saal ist der>für alle. Hier startet und endet die KiBiWo an den einzelnen Tagen und hier gibt es auch am Freitag und Samstag das Mittagessen.
Garderobe und Besprechungszimmer: Im Bereich der Garderobe und im Besprechungszimmer des evang. Gemeindehauses steht jeder Gruppe, die ihren Raum außerhalb des evang. Gemeindehauses hat, eine Lagermöglichkeit für Kleidung und Gebasteltes zur Verfügung (wenn die Kinder zum Mittagessen oder zur Großgruppe kommen, können hier für die Gruppe gemeinsam Dinge abgelegt werden).
Im Besprechungszimmer lagert Material für die Mitarbeitenden und hier gibt es auch nach dem Mittagessen Kaffee und etwas Knabbergebäck.
Gruppenräume:
Evang. Gemeindehaus:
Jugendraum und Giebelzimmer
Kath. Gemeindehaus:
Peter, Paula, KaminZimmer
Weitere Räume in der Altstadt:
Räume der Elternini (Spital, Stuttgarter Straße ) und Brenzhaus
Um den Brenzplatz:
Evang. Kindergarten (vorderer sowie hinterer Gruppenraum), Gemeinderaum im Evang. Pfarrhaus
11. Refektorium (kath. Pfarrhaus)
Zeiten für die Kinder
1. Tag: 14 - 17.30 Uhr
2. Tag: 10 - 17 Uhr
3. Tag: 10 - 17 Uhr
4. Tag: Gottesdienst um 10 Uhr in der Brenzkirche
Zeiten für die Mitarbeitenden
An jedem Tag: Treffen der MA - kurze Besprechungsrunde - 45 Minuten, bevor die Kinder kommen (Dauer ca. 15 Minuten).
Anschließend nehmen alle Mitarbeitenden die Kinder in Empfang nehmen, haben Zeit zur Klärung letzter Fragen.
Am ersten Tag
- … treffen sich die Mitarbeitenden schon am Vormittag zu einer letzten gemeinsamen Runde um 10 Uhr im Evang. Gemeindehaus.
- Anschließend nehmen die Mitarbeitenden je 1 Kiste Sprudel mit in ihre Gruppenräume und richten diese her. Sprudel kann jederzeit nachgeholt werden (am besten am Ende eines Nachmittags kontrollieren, ob es für den folgenden Vormittag reicht).
- Tische werden nach Klassen geordnet im Eingangsbereich des Gemeindehauses aufgestellt: hier werden die Kinder durch Stempel auf die Hand in Gruppen eingeteilt und erhalten ihren Namensbutton.
- Austeilen der Liederhefte - Kinder tragen ihre Namen ein.
- Das Liederheft enthält den KiBiWoPass, der jeden Tag abgestempelt wird.
- Kassieren des Geldes
- Jedes Kind, das kommt, wird in zwei Listen eingetragen: einmal eine Liste für die Gesamtübersicht/Tagesleitung, einmal für die einzelnen Gruppen, damit wir einen Überblick haben, wer da ist und wer nicht. Beide Listen gehen zunächst an die Tagesleitung und dann an jemand von der jeweiligen Gruppe. Wenn jemand fehlt, versucht die Tagesleitung zu klären, was mit fehlenden Kindern ist (Aufsichtspflicht! - Manchmal werden Kinder während des Tages gesucht und dann ist es wichtig zu wissen wo das Kind ist.)
An den weiteren Tagen
- An allen weiteren Tage wird der KiBiWo-Pass abgestempelt und die doppelte Anwesenheitsliste geführt (s.o., einmal für die GruppenleiterInnen und einmal für die Tagesleitung)
… wenn die Kinder weg sind: Aufgaben für die Mitarbeitenden
- Kurzes Aufräumen im Großen Saal
- Nachbesprechung zum Tag: was ist heute aufgefallen, was ist zu ändern? Was ist für morgen zu klären und abzusprechen? (ca. ½ Stunde)
- Am Samstagabend müssen nach der (möglichst kurzen) gemeinsamen Mitarbeiterrunde im Evang. Gemeindehaus und dem Aufbau der Podeste etc. für den Gottesdienst die Gruppenräume aufgeräumt, besenrein verlassen und die Sprudelkisten zum Evang. Gemeindehaus zurückgebracht werden.
Aufbau der KiBiWo- Tage:
Großgruppe: Die Kinder treffen sich zuerst in der Großgruppe, dort wird gesungen, gebetet, ein Anspiel vorgeführt, eventuell Infos zum Thema und Organisationsansagen. Nach ca. ½ - ¾ Stunde gehen die Kinder dann mit ihren Mitarbeitenden in die Kleingruppe.
Kleingruppe (Achtung: Ein MA nimmt an jedem Tag eine aktualisierte Anwesenheitsliste mit und achtet darauf - bevor die Gruppe losgeht! -, ob alle eingetragenenen Kinder auch da sind): In den Kleingruppen wird das Tagesthema auf die unterschiedlichste Art und auch mit unterschiedlichsten Schwerpunkten, je nach Interesse und Begabung der Mitarbeitenden und der Kinder, weiter vertieft. In den Kleingruppen wird viel gebastelt, gesungen, gespielt, getanzt, getobt, .....
Zum Tagesabschluss kommen alle noch einmal zusammen, an den beiden ersten Tagen für 20-30 Minuten, am Samstag für ca.1 - 1 ½ Stunden: der Zeitpunkt wird in der MA-Runde festgelegt, wenn klar ist, was von den einzelnen Gruppen noch präsentiert werden soll: deshalb möglichst schon vorher, am bestenin der Runde am Ende des Tages vorher, anmelden - umso besser klappt das Timing in der großen Runde! Bitte die Wegzeit von eurem Raum/Ort ins Evang. Gemeindehaus einplanen.
In der großen Runde im Gemeindehaus hilft es sehr, wenn Mitarbeitende bei ihren Kindern sitzen und nicht - vielleicht auch aus Rücksicht, dass die kleineren Kinder auch etwas sehen - weit weg. Wenn ihr am Rand sitzt, dann bitte in der Nähe „eurer“ Kinder, weil das sehr dazu beiträgt, dass wir nicht alle lange warten müssen, wenn es irgendwo (häufig) laut ist und es lange dauert, bis wir gemeinsam zur Ruhe finden und weitermachen können.
Schwerpunkte der einzelnen Tage:
Erster Nachmittag: gegenseitiges Kennenlernen in den Kleingruppen
Zweiter Nachmittag: Stadtspiel, ca. 1- 11/2 Std. Dauer
Dritter Tag: Abschlussfest mit allen Kindern. Jede Gruppe trägt etwas bei, entweder einen kreativen Beitrag (siehe Vorschläge unten) und/oder etwas zum Essen, das die Kinder selbst vorbereitet haben (Fingerfood). Es können hier auch Spiele eingebracht werden, die man mit allen Kindern gemeinsam spielen kann.
Beim Fest werden zunächst die Beiträge der einzelnen Gruppen im Mittelpunkt stehen. Danach gibt es eine Polonaise, wobei die Kinder für kurze Zeit den Saal verlassen. In dieser Zeit werden die vorbereiteten Speisen von den Mitarbeitenden aufgetragen. Wenn die Kinder wieder da sind, dürfen sich alle bedienen. Die Mitarbeitenden werden gebeten danach zu schauen, dass jedes Kind etwas bekommt. Hier ist allgemein Augenmaß gefragt, dass MA einerseits hinter den Tischen stehen und darauf auchten, dass alle etwas und maßvoll bekommen, andererseits bei den Kindern sind und die Augen offen halten, damit das „Chaos“ nicht zu groß wird.
Möglichkeiten/Ideen für den Kleingruppenbeitrag zum Abschlussfest
- Tanz
- Schauspiel
- Schattenspiel oder Schattenrisse: mit Overheadprojektor, auf den die Figuren gelegt werden und dazu/mit ihnen eine Geschichte zu gestalten
- Eigene Herstellung von Dias (Folienstifte oder dunkel lackieren und dann auskratzen)
- „Kino“: wandernde Bildrolle, die man an zwei Stäben auf- und abrollen kann
- Landschaften, bzw. Bild in der Schachtel gestalten – Deckel mit Transparentpapier bekleben, Guckloch (kleiner Aufwand großer Effekt)
- Musikinstrumente basteln
- Lied dichten...
- Fingerfood
Der Phantasie und Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Gut ist, wenn die einzelnen Beiträge nicht länger als 5 Minuten sind, sonst lässt die Aufmerksamkeit der Kinder nach. Hier gilt eindeutig: lieber kurz und gut als lang und -weilig!
Ökumenischer Abschlussgottesdienst
Auch im Gottesdienst am letzten Tag können die Gruppen sehr gerne Beiträge einbringen! Das ist sehr erwünscht, weil der Gottesdienst wirklich gemeinsam gestaltet werden soll. Bitte möglichst zeitig in den Vorbereitungsabenden ansprechen, wer was vorhat, damit wir nicht z.B. fünf Tänze haben!
Verpflegung
Zwischenmahlzeit und Getränk
1) Sprudel für die Gruppen: s.o.
2) Jede Gruppe bekommt für die Kinder und die MA Becher mit in die Gruppenräume.
Achtung: kennzeichnet bitte, wem welcher Becher gehört (Tesakreppstreifen mit Namen) und bringt die Becher zum Mittagessen und zum Fest in den großen Saal mit. Dabei hat es sich bewährt, wenn die MA die Becher einsammeln und dann wieder austeilen (Transport in Tasche oder …?.
3) Zwischenmahlzeiten: Am ersten und zweiten Tag gibt es nachmittags eine kleine Zwischenmahlzeit, die zu den Gruppen gebracht (oder während des Stadtspiels verzehrt) wird.
Mittagessen
Es gibt drei Gruppen, die möglichst pünktlich da sein sollten (Wegzeiten beachten!):
Gruppen von außerhalb des Gemeindehauses kommen entweder auf 12 Uhr oder auf 13 Uhr in den Großen Saal. Die Gruppen im Jugendraum und im Giebelzimmer holen um 12.30 Uhr ihr Essen in der Küche und essen als Gruppe in ihrem Gruppenraum. Sie bringen anschließend Reste und Geschirr wieder in die Küche zurück.
Die Einteilung wird am ersten KiBiWo-Tag bekannt gegeben.
Wir beginnen das Essen gemeinsam, wenn alle da sind. Wenn eine gesamte Tischreihe fertig ist, gibt es Nachtisch. Hier sind die Mitarbeitenden für die Übersicht und für ihre Gruppe verantwortlich. Wenn alle fertig sind, können die Mitarbeitenden eine kurze Pause einlegen (Besprechungszimmer); die Tagesleitung (verantwortlich) und „freie“ Mitarbeitende beschäftigen solange die Kinder.

